Ananas (Ananas comosus; Synonym: Ananas sativus; Bromeliaceae)

Die Ananas ist ein mehrjähriges Kraut aus dem tropisch-amerikanischen Tiefland.
Der Fruchtstand (aus miteinander verwachsenen Früchten) ist als Obst essbar. Dies ist die eigentliche Ananas.
In Europa werden wir sie nicht anbauen. So können wir sie nur von Ferne bekommen.
Ein Extrakt des Fruchtstandes kann zumindest Kamelmilch zum Gerinnen bringen. In der Milch der Wiederkäuer wird das Kasein zu weit gespalten, als dass sich ein guter Käse ergeben könnte.
Inhaltsstoffe:
Bromelin (Mischung aus Enzymen, auch Bromelain genannt), Pektin, Asparagin, Thiamin, Beta-Carotin, Vitamin C, Kalium.
0,4% Proteine, 0,2% Fette, 20% Kohlenhydrate, 1% Ballaststoffe.
Gesundheitswert:
Das Bromelin verflüssigt das Blut und wirkt gerinnungshemmend.
Da Bromelin proteolytisch wirkt, fördert Ananas die Verdauung, speziell diejenige der Proteine, auch gegen Blähungen.
Das isolierte Bromelin wird bei Pankreaserkrankungen genutzt.
Bromelin tötet auch Krebszellen ab (was natürlich keinen sicheren Schutz gegen Krebs bedeutet).
Wegen des Pektins hilft Ananas bei Verstopfung.
Sie wirkt entzündungwidrig, man nutzt sie vorbeugend gegen Gelenkschmerzen.
Sie hilft gegen Husten und Bronchitis.
Bei Eingeweidewürmern wird empfohlen, zwei bis drei Tage nur Ananas zu essen.
Manche Menschen empfehlen Ananas gegen Reisekrankheit.
Äußerlich appliziert man Ananas auf Warzen und Hornhaut, sie reinigt und tonifiziert die Haut.

Zubereitungen:
Ananas in vielfältigen kulinarischen Zubereitungen, in Obstsalat, mit Joghurt.
Saft zum Trinken und zur äußeren Anwendung.
Saft unreifer Ananas gegen Eingeweidewürmer.
Ananaswein bereitet man in ihrer südamerikanischen Heimat.
Isoliertes Bromelin in pharmazeutischen Zubereitungen.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Manchmal wird gesagt, dass Ananas wegen ihrer Säure Darm- und Mundgeschwüre verschlimmert, obwohl das noch umstritten ist.
Wegen der Säure sollte man längeren Kontakt mit den Zähnen meiden.
Bei Magenübersäuerung ist Ananas nicht zu empfehlen.
Es gibt Menschen mit Allergie gegen Ananas.
Nach der Einnahme von Monoaminooxidase-Hemmern darf man keine Ananas essen.
Isoliertes Bromelin und übermäßiger Ananasgenuss sind nicht geeignet für Personen mit Blutungsneigung, für schwangere Frauen und für Personen mit beschränkter Leber- oder Nierenfunktion.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) pineapple, (pt.) abacaxi, (sp.) piña, ananás, (fr.) ananas, (it.) ananasso, (ru.) ананас
Externer Link:
Antitumorale Wirkung von Bromelain aus der Ananas (englisch)
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