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Erdbeerbaum (Arbutus unedo; Ericaceae)

Der Erdbeerbaum ist ein immergrüner Baum oder ein Strauch des Mittelmeergebietes, auch im Westen Irlands.
Die Früchte können wir essen.
Blätter, Blüten und vor allem die Borke werden medizinisch genutzt.
Auf den Kanarischen Inseln gibt es den endemischen Kanarischen Erdbeerbaum (Arbutus canariensis), auch von diesem werden die Früchte gegessen, sie haben dieselben Wirkungen wie diejenigen der mediterranen Art.
Inhaltsstoffe:
Früchte: Zucker (Glucose, Fructose, Saccharose und Maltose), Anthocyane, Äpfelsäure, Glucoside, Carotenoide, Vitamin C, Pektin, Äthylgalat (ein Antibiotikum), Gerbstoffe.
Blätter und Borke: Gerbstoffe, Glucoside Arbutin und andere, Flavonoide, Äthylgalat.

Gesundheitswert:
Die Früchte wirken harntreibend.
Außerdem sind sie antioxidant, sie werden bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen genutzt und zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose.
Blätter und Borke sind stark adstringierend und werden bei Durchfall genutzt.
Auch gegen Bluthochdruck und Cystitis werden sie angewendet.
Darüber hinaus sind sie entzündungswidrig, vor allem – wie in dieser Familie häufig – bei Harnwegsentzündungen.
Die Blüten sind schweißtreibend.
Das in der ganzen Pflanze vorhandene Äthylgalat hat antibiotische Wirkung gegen die Bakterien der Gattung Mycobacterium, es gibt Untersuchungen über seine Verwendung gegen den Erreger der Tuberkulose (Mycobacterium tuberculosis).

Zubereitungen:
Die Früchte frisch oder in Marmelade.
Absud: 30 g Blätter pro Liter Wasser.
Auf Sardinien nutzt man den Honig der Blüten, er schmeckt bitter.
Auf Korsika bereitet man Schnaps aus den Früchten.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Die Früchte gären oft noch am Baum und können Alkohol enthalten, sodass dessen Gegenanzeigen zu berücksichtigen sind. Antike Berichte, die von Kopfschmerzen nach dem Genuss vieler Früchte sprechen, beziehen sich vermutlich auf Erfahrungen mit alkoholischen Früchten.
Die Früchte sind schwer verdaulich, deshalb wird ein mäßiger Genuss empfohlen.
Wenn man bei Blättern oder Borke die empfohlene Dosis übersteigt, können die Gerbstoffe Magen und Darm reizen.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) strawberry tree, arbutus, (pt.) medronheiro, (sp.) madroño, (fr.) arbousier, arbre à fraises, (it.) corbezzolo, (ru.) земляничное дерево
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