Lama (Lama guanicoe glama; Synonym: Lama glama; Camelidae)

Das Lama stammt vom Guanako ab, der in den Anden wild lebt. Es ist auch problemlos mit diesem kreuzbar.
Domestiziert wurde es in den Anden lange vor der Zeit der Inkas. Es dient als Tragtier für Lasten, liefert Wolle und Fleisch. Allerdings ist die Wolle des Alpakas begehrter. Als Reittier ist es nicht geeignet (allenfalls für kleine Kinder), da es dabei schnell ermüdet.
Lamas ernähren sich von Pflanzen und gelegentlich Flechten. Manche Essensreste wie (möglichst unbehandelte) Bananenschalen kann man ihnen geben.
Bevor wir sie halten, sollten wir das auf jeden Fall gut überlegen und uns informieren. Man darf sie nicht alleine halten, nur als Gruppe (außer wenn ein Lama als Jungtier in einer Herde anderer Tiere sozialisiert wurde).
Bei der Zucht ist wichtig, dass die Jungtiere (Lamafohlen) keinen zu engen Kontakt zu Menschen haben, denn sonst werden sie darauf geprägt, die Menschen als Artgenossen und damit Konkurrenten wahrzunehmen. Das kann zu lebensgefährlichen Aggressionen führen. Bekannt sind Lamas auch dafür, dass sie bei Erregung spucken.
Lamas lassen ihre Exkremente schön geordnet an ausgewählten Plätzen.
Es wird empfohlen, entweder eine Gruppe von Weibchen (Lamastuten) mit nur einem Männchen (Lamahengst) oder aber nur Männchen zu halten.
Lamas können nicht künstlich besamt werden, da der Eisprung erst durchs Decken ausgelöst wird.
Es gibt Versuche, in den Alpen Lamas als Herdenschutztiere für Schafe gegen Wölfe einzusetzen. Sachliche Erörterungen der Wirksamkeit sind bisher kaum möglich, da das Thema für die meisten emotional sehr belastet ist. Jedenfalls bieten sie keinen sicheren Schutz.

Namen in anderen Sprachen:
(en., sp.) llama, (pt.) lhama, (fr., it.) lama, (ru.) лама
Literatur:
Valeria Herger: No ProbLAMA here! (umstrittener deutschsprachiger Artikel über Herdenschutz mit Lamas) In: zalp (Mollis, Kanton Glarus) 2019: 48f (online hier).





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