Schaf

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Schaf (Hausschaf; Ovis aries; Synonyme: Ovis ammon ariesOvis orientalis aries; Bovidae)

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Landschaftspflege mit Rauwolligen Pommerschen Landschafen

Das Schaf ist ein Wiederkäuer, der im Vorderen Orient aus dem Mufflon domestiziert wurde.

In der Jagdterminologie ist das Schaf das weibliche Stück vom Muffelwild.

Das Jungtier ist das Lamm, das Weibchen hat nur regionale Bezeichnungen wie Aue oder Zibbe, man spricht auch von den Muttern, das Männchen heißt Bock oder Widder. Das verschnittene Männchen ist der Hammel. In der Brunst sagt man, das Schaf (ebenso wie die Ziege) ist bockig.

Man hält Schafe gemeinhin in Gruppen, da sie Herdentiere sind. Sie zeigen weniger Individualität als Ziegen. Es ist leichter, sie in ihrem eingezäunten Gelände zu halten, sie brechen nicht so leicht aus wie Ziegen.

Man hält Schafe wegen ihrer essbaren Produkte: Fleisch und Innereien wie Leber (auch vom Mufflon als Jagdwild); außerdem wegen der Wolle, gelegentlich wird das Lanolin (Wollfett) genutzt. Es gibt auch Haarschafe, die keine Wolle haben.

Zur Wollgewinnung ist es sinnvoll, im Vorhinein den Zweck zu kennen, um zu entscheiden, wie oft man schert. Bei zweimaligem jährlichem Scheren sind die Fasern logischerweise kürzer als beim einmaligen.

Mutterschaf-mit-frisch-geborenen-Laemmern-300x225 Schaf
Frisch geschorenes Mutterschaf mit neugeborenen Lämmern

Manchmal wird auch die Milch genutzt (Schafsmilch), vor allem bei einigen spezialisierten Milchrassen. Man rechnet etwa 5 l Milch für 1 kg Käse. Das beste Joghurt, das ich je gegessen habe, war selbstgemachtes Schafsjoghurt.

Der Mist wird als Dünger mit ausgeglichener Zusammensetzung genutzt.

Mancherorts werden Schafe zur Landschaftspflege eingesetzt, sodass sie wertvolle Ökosysteme schaffen. Daher unterstützen die Naturschützer die Wanderschäferei durch den Kauf von Lammfleisch.

Auch Catgut wird genutzt: Fäden aus dem Dünndarm (auch von Rindern), in der Chirurgie als Fäden, die nach 1-2 Wochen vom Körper absorbiert werden.

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Fleisch eines halbwilden Schafes der Orkney-Insel North Ronaldsay

Was uns das Schaf gibt:

Milch als solche.

Lab aus dem Lämmermagen zur Bereitung von Käse, vor allem für Schafskäse genutzt.

Wolle in all ihren Zubereitungsformen (Kleider, Isolierungen …).

Fleisch, insbesondere Lammfleich (auch der gejagte Mufflon wird gegessen).

Mist.

Inhaltsstoffe:

Mist: 1% Stickstoff, ausgewogene Zusammensetzung.

Namen in anderen Sprachen:

(en.) sheep, (port.) ovelha, (span.) oveja, (fr.) mouton, (surselv.) nuorsa, (it.) pecora, (ru.) овца

Ein paar Schafrassen:

  • Altnorwegisches Schaf
  • Das Braunschwarze Bergschaf (BSB) wurde in der Schweiz aus verschiedenen Rassen gezüchtet. Es hat eine gute Fleischleistung mit wenig Fett.
  • Das Cheviot-Schaf (engl.: Cheviot sheep) stammt aus dem Grenzgebiet von Schottland und England. Es ist in manchen Gegenden Großbritanniens und Irlands verbreitet und kommt selten in anderen Ländern vor. Es wird für Wolle und Fleisch gezogen.
  • Das Coburger Fuchsschaf, auch einfach Coburger Fuchs genannt, ist eine robuste, selten gewordene Landrasse. Sie wird zur Wollproduktion und zur Landschaftspflege eingesetzt. Die markante (und namensgebende) rötliche Färbung ist bei Jungtieren am ausgeprägtesten.
  • Das Exlana-Schaf (engl. exlana sheep) stammt aus England und ist als gutes Mutterschaf bekannt. Sein charakteristischer Zug ist, dass es die Wolle selber verliert und deshalb nicht geschoren werden muss. Es ist nicht als Rasse anerkannt.
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Real gelebte Alpromantik: Schafe und Ziegen auf der Weide

 

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Schafe überqueren die Straße – und ich bin nicht nur Fotograf, sondern sperre die Straße, dass die Schafe vor Autos geschützt sind

 

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Zwei Lämmer

 

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Das Essen von Lammsalami aus Wanderschafhaltung ist ein Beitrag zum Naturschutz
  • Färöisches Schaf
  • Graue Gehörnte Heidschnucke
  • Guteschaf
  • Ibizenkisches Schaf
  • Islandschaf
  • Das Jakobschaf (engl.: Jacob sheep) ist eine britische Rasse. Es ist gescheckt und hat oftmals vier Hörner. Es wurde lange als Zierrasse genutzt. Heute werden Wolle und Fleisch verwendet.
  • Das Korsische Schaf (französ. corse) ist die heimische Schafrasse auf Korsika. Es wird v. a. für Milch und Fleisch genutzt. Korsischer Schafskäse ist bekannt. Auf Korsika darf auch Roquefort hergestellt werden, der aber in den Höhlen von Roquefort (in Südfrankreich) reifen muss. Die Wolle kann verschiedene Farben haben, schwarze Schafe sind häufig.
  • Lacaune-Schaf
  • Das La-Mancha-Schaf (span.: oveja manchega, kurz: manchega) ist eine Fleischrasse, die in der spanischen Region La Mancha heimisch ist. Das Lammfleisch stammt von Weibchen oder nicht kastrierten Jungböcken.
  • Latxa-Schaf
  • Das Mallorquinische Schaf (katalan.: ovella mallorquina, span.: oveja mallorquina) ist eine der zwei heimischen Schafrassen der Insel Mallorca, die andere ist das Rote Mallorquinische Schaf. Ursprünglich war es eine Dreinutzungsrasse, heute ist es fast ausschließlich eine Fleischrasse. Weitere Nutztierrassen von Mallorca sind die Mallorquinische Ziege, das Mallorquinische Rind und das Schwarze Mallorquinische Schwein.
  • Das Menorquinische Schaf (katalan.: ovella menorquina, span.: oveja menorquina) ist die heimische Rasse der Balearen-Insel Menorca, eine der vier Schafrassen der Balearen. Sie wird zur Landschaftspflege eingesetzt, auch etwa in archäologischen Stätten. Der renommierte Kuhkäse der geschützten Ursprungsbezeichnung Mahón (katalan.: Mahó) darf bis zu drei Prozent Schafsmilch enthalten, was er aber nur in seltenen Fällen tut. Das hauptsächliche Milchtier auf Menorca ist die Kuh (wenn auch nur noch wenig der heimischen Rasse Menorquinisches Rind). Das Menorquinische Schaf war ursprünglich eine Dreinutzungsrasse, dient aber heute in allererster Linie der Produktion von Osterlämmern.
  • Das Merinoschaf (span. oveja merina, kurz: merina) ist eine aus Spanien stammende Rasse, vielleicht ursprünglich aus Nordafrika dort eingeführt. Man nimmt an, dass es die global verbreitetste Rasse ist. Seine Wolle, die Merinowolle genießt besondere Wertschätzung. Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Wolle, fand eine Umorientierung auf Milch und Fleisch statt.
  • Nordisches Kurzschwanzschaf
  • North-Ronaldsay-Schaf
  • Ostfriesisches Milchschaf
  • Ouessantschaf
  • Das Rauwollige Pommersche Landschaf hat seine Heimat in Pommern und Umgebung, von Mecklenburg bis Ostpreußen. Es ist hornlos. Traditionell wurde es meist nur in Kleinbeständen zur Selbstversorgung gehalten und diente dann auch als Milchschaf, obgleich der Schwerpunkt auf Wolle, Fleisch und Dung lag. Es ist genügsam, kommt mit kargem Futterangebot zurecht und ist wenig anfällig für Endoparasiten. Das macht es zur Landschaftspflege geeignet.
  • Das Rhönschaf ist in der Rhön heimisch und gilt dort als ein Symbol dieses Gebirges. Es ist eine beliebte Fleischrasse. Es zeichnet sich durch einen schwarzen unbewollten Kopf aus und ist hornlos.
  • Das Rote Mallorquinische Schaf (katalan.: ovella roja mallorquina, span.: oveja roja mallorquina) ist neben dem Mallorquinischen Schaf eine der zwei auf der Insel Mallorca heimischen Schafrassen. Es wird gelegentlich zur Milchgewinnung genutzt, ist aber primär eine Fleischrasse.
  • Sardisches Schaf
  • Das Schwarze Walisische Bergschaf (engl.: Black Welsh Mountain sheep, walis.: Defaid Mynydd Duon) ist in Wales heimisch. Es handelt sich um eine seltene Rasse. Sie wird für Fleisch und Milch genutzt. Es gibt auch anders gefärbte Walisische Bergschafe.
  • Scottish Blackface, auch kurz Blackface genannt, ist eine Rasse aus dem schottisch-englischen Grenzgebiet. Beide Geschlechter sind behornt. Diese Rasse wird hauptsächlich für Fleisch gezogen.
  • Das Suffolk-Schaf (engl.: Suffolk sheep) stammt aus der englischen Grafschaft Suffolk, ist aber heute auch in anderen Ländern verbreitet, auch in der Schweiz relativ häufig. Die Böcke werden gerne zum Decken von Schafen auch anderer Rassen genutzt, da ihre Nachkommen ein gutes Wachstum aufweisen.
  • Das Texelschaf (niederländ.: Texelaar) ist auf der niederländischen Insel Texel (gesprochen ursprünglich wie Tessel, aber heute oft auch im Niederländischen mit x wie im Deutschen) heimisch. Es ist heute als gute Fleischrasse weit verbreitet.
  • Das Walliser Landschaf (französ.: roux du Valais, roux du Pays) ist eine Landrasse aus dem Unterwallis, war früher auch im Oberwallis verbreitet und findet sich heute auch in anderen Schweizer Kantonen. Beide Geschlechter sind behornt.
  • Das Walliser Schwarznasenschaf (französ.: nez noir du Valais) ist eine der heimischen Rassen des Wallis und ist v. a. im Oberwallis zu finden. Es wird allgemein als niedlich wahrgenommen, was seiner Haltung zugute kommt. Es ist gemäß seines Ursprungs gut ans Hochgebirge angepasst. Beide Geschlechter tragen Hörner.
  • Das Weiße Alpenschaf (französ.: blanc des Alpes) ist eine Schweizer Rasse. Ihr Ursprung liegt unter anderem in alten Landrassen und dem Merinoschaf. Das hauptsächliche Produkt ist Fleisch.
  • Zackelschaf
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Braunschwarze Bergschafe

 

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Cheviot-Schaf

 

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Coburger Fuchsschafe

 

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Exlana-Schaf

 

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Jakobschaf

 

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Korsische Schafe

 

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La-Mancha-Schaf in Ziegenherde

 

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Mallorquinische Schafe

 

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Menorquinische Schafe halten in einer archäologischen Stätte das Gras kurz

 

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Merinoschafe in Extremadura

 

 
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Rhönschafe in Nordhessen

 

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Rote Mallorquinische Schafe

 

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Schwarzes Walisisches Bergschaf

 

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Schaf der Rasse Scottish Blackface

 

Suffolk-Schafe Schaf
Suffolk-Schafe

 

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Suffolk-Bock

 

Texelschapen Schaf
Texelschafe auf ihrer Heimatinsel

 

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Texelschaf

 

 

 

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Walliser Landschafe

 

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Walliser Schwarznasenschafe

 

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Frisch geschorene Walliser Schwarznasenschafe

 

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Walliser Schwarznasenlamm

 

Nez-noir-du-Valais Schaf
Walliser Schwarznasenschafe

 

Weisses-Alpenschaf-1-300x225 Schaf
Weißes Alpenschaf

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