Ölbaum (Olivenbaum; Olea europaea; Oleaceae)

Der Ölbaum ist ein immergrüner Baum mit Steinfrüchten, im Mittelmeergebiet heimisch und viel kultiviert, auch in anderen Zonen ähnlichen Klimas kultiviert.
In erster Linie werden die Früchte, die Oliven verwendet, die wir zwar nicht frisch, aber nach einer Behandlung essen können.
Die frischen Oliven sind sehr bitter und ungenießbar. Man legt sie in eine Lösung ein, die ihnen die Bitterkeit nimmt. Das kann Salzwasser sein, das du anfangs täglich wechselst. Später kannst du dem Wasser Gewürze beifügen, damit die Oliven mit diesen mazerieren.
Aus den Früchten gewinnt man das sehr geschätzte Olivenöl. Dazu brauchst du eine Presse oder eine Zentrifuge. Danach musst du ein paar Monate warten, dass sich die sehr bitteren Feststoffe absetzen. Olivenöl ist ein beliebtes Lösungsmittel für medizinische und kosmetische Zubereitungen.
Es gibt eine Reihe Sorten: Empeltre, Arbequina, Hojiblanca, Manzanilla, Picual und andere.
Die Blätter und die Borke haben medizinische Verwendungen. Die Blätter werden als Tee genutzt. Man kann auch die Blätter des Wilden Ölbaumes nutzen.
Das Holz wird für Möbel und Schmuckstücke genutzt.
Inhaltsstoffe:
Blätter: Gerbstoffe, Glucose, Flavonoide, Kalisalze, Chlorophyll.
Frucht: Öl mit viel Oleinsäure, Zucker, Zellulose, Vitamin E.

Gesundheitswert:
Olivenöl ist abführend und galletreibend, man nutzt es bei Verstopfung und Gallensteinen.
Es ist nahrhaft und gilt als eines der gesündesten Öle.
Äußerlich nutzt man das Öl gegen Wunden, Ekzeme und Schuppenflechte.
Blätter und Borke sind abführend und harntreibend.
Es gibt Hinweise, dass die Blätter des wilden Ölbaumes noch wirksamer sind als diejenigen des kultivierten.
Die Blätter werden für Diabetiker empfohlen.
Sie sind gefäßerweiternd und senken den arteriellen Blutdruck, so hemmen sie die Arteriosklerose.
Zudem werden sie gegen Hämorrhoiden verwendet.

Zubereitungen:
Früchte nach einem Verarbeitungsprozess, der die Bitterstoffe entfernt.
Olivenöl, gewonnen durch Pressung oder Zentrifugierung, in vielen Speisen: in Salatsaucen, zum Braten, als Grundlage für Pesto, aufs Brot.
Ölmazerate mit Olivenöl.
Olivenöl äußerlich angewendet, auch als Grundlage für Seifen.
Öl mit Zitronensaft gemischt zur Reinigung der Leber.
Mischung aus Olivenöl und Milch in großer Menge, um Erbbrechen nach einer Vergiftung zu erregen.
Tee aus den Blättern: 40g zerstoßene frische Blätter pro Liter Wasser.
Salben aus Olivenöl.

Anbau:
Ölbäume sind auf wilde Ölbäume gepfropft.
Der Ölbaum wird im Allgemeinen mehr beschnitten als andere Obstbäume. Man öffnet die Krone und entfernt die nach oben wachsenden Zweige. Das macht man im Februar. Die Wurzeltriebe werden meist im Herbst entfernt.
Gegenanzeigen und Warnungen:
Im Allgemeinen werden Oliven und ihr Öl gut vertragen, doch gibt es Personen mit Überempfindlichkeit gegenüber Oliven.
Einmal zum Braten genutztes Öl sollte man besser kein zweites Mal nehmen, man kann es aber für Seifen nutzen.
Frische Oliven sind wegen ihrer Bitterkeit ungenießbar.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) olive tree, (pt.) oliveira, (span.) olivo, (fr.) olivier, (it.) ulivo, (ru.) маслина европейская, олива европейская, оливковое дерево, (lat.) OLEA, OLIVA
Olive (Frucht): (en.) olive, (pt., span.) oliva, (fr.) olive, (it.) uliva, (ru.) маслина, олива
Olivenöl: (en.) olive oil, (pt.) azeite, (span.) aceite de oliva, (fr.) huile d’olive, (it.) olio di uliva, (ru.) оливковое масло
Wilder Ölbaum: (en.) wild olive-tree, (pt.) oliveira-brava, (sp.) acebuche, (fr.) oléastre, (it.) oleastro, (ru.) дикая маслина


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