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Teestrauch (Teepflanze; Camellia sinensis; Synonym: Thea sinensis; Theaceae)

Der Teestrauch ist ein Strauch, der in Süd- oder Ostasien heimisch ist und heute in tropischen und subtropischen Zonen angebaut wird.
Seine Blätter werden genutzt für das Getränk namens Tee, das wir auch zu Heilzwecken nutzen können.
Um die Pflanze selber anzubauen, müssen wir in einem entsprechend warmen Gebiet wohnen.
Ethnobotanik:
Der Tee hat große Traditionen in Japan und China. In Japan ist die Teezeremonie stark in die Alltagskultur integriert. Heute trinken auch die Engländer und die Ostfriesen viel Tee. In Marokko trinkt man Grüntee mit Nanaminze.
Inhaltsstoffe:
Alkaloide Koffein (gemeinhin Tein genannt, aber chemisch ist es nicht von Koffein unterschieden) und Theophyllin, Gerbstoffe, Flavonoide.

Gesundheitswert:
Tee ist ein Anregungsmittel des Nervensystems, obgleich er nach langem Ziehen eher beruhigend sein kann, er wirkt auch gegen Migräne.
Wenn man Milch zufügt, verringert diese die Wirkung der Gerbstoffe und beschleunigt diejenigen des Koffeins.
Wegen der Gerbstoffe wirkt er adstringierend und hilft bei Durchfall, auch in der Veterinärmedizin nutzt man bei Durchfall grünen Tee.
Vor allem der grüne Tee hat antioxidante Wirkung.
Außerdem wirkt Tee harntreibend und immunstimulierend.
Grüner Tee wird auch bei Asthma, Allergien und Husten eingesetzt.
Grüner Tee wird wegen seines Mineraliengehaltes als geeignetes Getränk für Fastenkuren angesehen.

Zubereitungen:
Aufguss aus trockenen Blättern, der Tee schlechthin; Teeliebhaber haben ihre genauen Zeiten und Mengen für jede Teesorte.
Wenn die Blätter fermentiert sind, ist es schwarzer Tee (Schwarztee); wenn er nicht fermentiert ist, ist es grüner Tee (Grüntee); wenn er halb fermentiert ist, heißt er Oolong; und es gibt noch andere Formen; die Fermentation reduziert die Menge an Gerbstoffen und setzt mehr Koffein frei (manchmal wird behauptet, schwarzer Tee habe mehr Koffein, das stimmt nicht, es stimmt, dass er mehr freies Koffein enthält).
Grünen Tee brüht man oft nur mit 60-80 ºC auf, um Vitamine und andere Stoffe zu erhalten; wenn man ihn wegen der Gerbstoffe trinkt, kann man ihn mit kochendem Wasser aufbrühen.
Je länger man ihn ziehen lässt, desto mehr Gerbstoffe enthält er und desto geringer ist die Wirkung des Koffeins.
Tee mit Milch oder – wie es in Tibet Tradition ist – Butter (in Tibet Yakbutter).
Grüner Tee auch äußerlich angewendet, um die Hände zu desinfizieren und die Haut gegen ultraviolette Strahlung zu schützen.

Warnungen und Gegenanzeigen:
Wegen des Koffeingehaltes sollten Peronen vorsichtig sein, die eine Neigung zu Bluthochdruck oder zu Nervosität oder Herzveränderungen haben.
Es wird empfohlen, nicht mehr als 5 Tassen am Tag zu trinken (wobei die persönliche Toleranzgrenze natürlich schwankt).
Bei Blutungen wird von Tee abgeraten.
Für Kinder ist der Konsum koffeinhaltiger Getränke nicht angesagt; ebenso wenig für schwangere oder stillende Frauen; man kann statt dessen Kräutertees wie Rooibos trinken.
Da der Tee die Eisenresorption hemmt, trinkt man ihn besser nicht während des Essens.
Tee kann entmineralisierend wirken, das kann zu Krämpfen führen.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) tea plant, (pt.) chá, (sp.) té, planta de té, (fr.) théier, (it.) pianta del tè, (ru.) чайный куст
Tee (Getränk): (en.) tea, (pt.) chá, (sp.) té, (fr.) thé, (it.) tè, (ru.) чай
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