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Borretsch (Borago officinalis; Boraginaceae)

Borretsch ist ein einjähriges Kraut, aus dem Mittelmeergebiet stammend, als Gewürz angebaut.
Die oberirdischen Teile können wir kulinarisch und auch medizinisch nutzen, wobei zum Essen nur die Blüten zu empfehlen sind.
Die Blüten können wir in Salate geben, sie geben ihnen Farbe, sie sind zudem ein Gewürz.
Die Blätter können wir – mit Vorsicht – in Speisen nutzen.
Inhaltsstoffe:
Schleime, Gerbstoffe, Saponine, Flavonoide, Pyrrolizidinalkaloide.
Gedundheitswert:
Borretsch wirkt schweißtreibend und schleimlösend.
Er ist harntreibend, entzündungswidirg und erweichend, wird auch bei Neurodermitis eingesetzt.
Das Samenöl wendet man äußerlich gegen Neurodermitis an.
Zubereitungen:
Tee aus dem ganzen Kraut oder nur aus den Blüten.
Blüten als Gewürz und Verzierung in Salaten.
In Katalonien gibt es die Tradition, Borretschblätter in Teig zu tunken und mit diesem in der Pfanne zu braten.
Zerstoßene Blätter zur äußeren erweichenden Anwendung.
Öl aus den Samen.

Warnungen und Gegenanzeigen:
Wegen der Alkaloide wird vom langfristigen (inneren) Gebrauch des Borretschs (außer den Blüten) abgeraten, da diese karzinogen wirken können.
Während der Schwangerschaft sollte man Borretsch nicht anwenden (wiederum außer den Blüten), zumindest nicht innerlich.
Die Blätter sind bei Leberleiden nicht innerlich anzuwenden.
Anbau:
In der Sonne mit mäßiger Düngung, braucht wenig Feuchtigkeit.
Aus Samen gezogen; wo er wild wächst, erübrigt sich möglicherweise das Ansäen, da man ihn wild nutzen kann.
Als Saatabstand sind 40 cm empfehlenswert.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) borage, (pt.) borragem, (span.) borraja, (fr.) bourrache, (it.) borragine, (ru.) бурачник


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