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Ölpalme (Elaeis guineensis; Arecaceae)

Die Ölpalme ist ein Baum des westafrikanischen Regenwaldes, der Guinea-Zone. Die Früchte sind Steinfrüchte. Er wird heute viel in Indonesien und Malaysia angepflanzt, wofür riesige Urwälder gerodet werden.
Genutzt werden die Frucht, um Palmöl zu gewinnen, und der Same, um Palmkernöl (auch Palmkernfett genannt) zu gewinnen.
Inhaltsstoffe:
Frucht: Öl (zur Hälfte gesättigte Fettsäuren), Carotinoide, Vitamin E.
Samen: Fett (fast die Hälfte Laurinsäure).
Zubereitungen:
Palmöl wird als Zutat in vielen kommerziellen Nahrungsmitteln verwendet (in der Liste der Zutaten oft nur als „pflanzliches Öl“ deklariert), so etwa in vielen Margarinen und manchen veganen Spielzeugkäsen.
Palmkernöl ebenso als Zutat in kommerziellen Lebensmitteln; da es bei Zimmertemperatur fest ist, braucht es nicht gehärtet zu werden.
Seife mit Palmöl oder Palmkernöl.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Die Ölpalmen, deren Öl verwendet wird, wachsen zumeist in riesigen Kulturen in Indonesien und Malaysia. Diese Projekte sind ökologische Desaster, da riesige Urwälder (Ökosysteme großer Biodiversität, großer Nettoprimärproduktion und hoher Verwundbarkeit) abgeholzt werden und damit Orang-Utans und viele andere, nicht so symbolträchtige Tiere und Pflanzen sterben, bis hin zur Ausrottung. Selbst wenn drauf steht: „aus nachhaltiger Produktion“, hat das wenig Aussagekraft über ökologische Unschädlichkeit, denn wirtschaftliche Nachhaltigkeit ist auch in ökologisch desaströsen Projekten möglich.
Auch die einheimische Bevölkerung wird für diese Projekte vertrieben. So ist die Nutzung ein typisches Symptom des Neokolonialismus.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) African oil palm, (pt.) dendezeiro, coqueiro-de-dendê, (sp.) palmera de aceite, palmera aceitera, (fr.) palmier à huile, (it.) palma da olio, (ru.) масличная пальма
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