Ökologie > Warum Veganismus keine Probleme löst

Vorwort: Dogmatische Veganer sagen erfahrungsgemäß, diese Seite hier sei unsachlich. Da stellt sich die Frage: Sagen sie das, weil jede Kritik am Veganismus per se unsachlich ist? Oder sagen sie das, weil sie nach jahrelanger Arbeit in der Nahrungserzeugung und ausgiebigen Forschungen über anthropogene Biozönosen, Nettoprimärproduktion, Kohlenstoffkreislauf, Kationenaustauschkapazität, Edaphon, oligotrophe Ökosysteme, Hemikryptophyten, r- und K-Strategen, Agrobiodiversität und kybernetische Beziehungsgefüge in der Landwirtschaft tatsächlich beurteilen können, ob es sachlich ist?


Jedem Menschen steht es frei, nach Lust und Laune vegan zu leben und auf dem Nagelbrett zu schlafen. Wenn die betreffende Person das Gefühl hat, dass ihr persönlich das gut tut, steht anderen kein Urteil zu. Die Menschen sind unterschiedlich in ihren Ernährungsbedürfnissen, das sollten wir alle tolerieren. Natürlich können Veganer nette Menschen sein. Man sollte sich nur nicht einbilden, das habe einen Nutzen jenseits der eigenen Persönlichkeitsentwicklung. So bietet sich der Veganismus an, wenn man etwas für das eigene Image tun will, ohne etwas zu leisten.
In populistischen Darstellungen wird dem Veganismus eine Rolle für Tierwohl und Klimaschutz zugesprochen. In Wahrheit ist die Welt natürlich komplexer als jeder Populismus.


Der Veganismus wird in der Industriepropaganda oft als umwelt- und klimafreundlich ausgelobt. Wenn man bildungsfern, weltfremd und leicht manipulierbar ist und insbesondere nie das Denken in kybernetischen Beziehungsgefügen gelernt hat, ist die Welt immer so schön einfach: pflanzliche versus tierische Produkte. Wer die Tiere hasst, gibt ihnen gerne die Schuld am Klimawandel.
Um die Klimaschutzwirkung des Veganismus zu untermauern, werden gerne Studien zitiert, die beweisen sollen, dass rein pflanzliche Ernährung klimafreundlicher sei als rein tierische Ernährung. Was hat das mit Sachlichkeit zu tun? Wer ernährt sich schon rein pflanzlich oder rein tierisch? Wie kommt man auf die absurde Idee, Tierisches und Pflanzliches als Gegensätze darzustellen? Warum nicht lieber naturnahe und industrielle Nahrungserzeugung als Gegensätze darstellen?
Gesamtgesellschaftlich spielt der Veganismus keine ernst zu nehmende Rolle. Aber die Naturschutz-, Umwelt- und Klimabewegungen sind stark von ihm unterwandert und werden somit von einer zweifelhaften Industrie beherrscht, die es damit schafft, die Ideale der Bewegungen zu vernichten.
Als Kulturökologe kann ich natürlich nicht so grenzenlos naiv sein wie all jene, die diese stereotype Werbepropaganda glauben. Leute, die so tun, als wäre die Unterscheidung zwischen tierischen und nichttierischen Produkten in irgendeiner Hinsicht ein relevantes Kriterium, haben sicher kein realitätsbezogenes Urteilsvermögen.
In der Ausgabe 6/2016 der Zeitschrift „umwelt aktuell“ war ein Artikel von mir, der der Propaganda der veganen Industrie eine kritische Analyse entgegensetzt. Das Problem sind natürlich nicht einzelne Veganer, die wie gesagt auch nette Menschen sein können; das Problem ist die heute mit dem Veganismus verbundene Massenhysterie, die jede Vernunft ausschaltet und jegliches Interesse an ökologischen Themen im Keim erstickt.
Erschreckend viele Veganer berufen sich auf die Tiertötervereinigung PeTA. Das heißt im Klartext: Tiere zu töten und dann einfach wegzuwerfen, ist in Ordnung; Tiere zu schlachten und dann zu nutzen, ist verwerflich. Das ist die typische Wegwerfgesellschaft.
In meinem Buch „Naturschutz auf dem Teller“ gibt es ein Kapitel über egozentrische Ernährungslehren, die verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen. Solange die Supermärkte voll sind, kann man all dies gut praktizieren. Der Schwerpunkt des Kapitels liegt auf dem Veganismus und seinen Parallelen zum Billigfleischkonsum. Wer sich nur für sich und seinen Teller interessiert und nicht für Natur, Umwelt, Klima und Tierwohl, kann guten Gewissens Billigfleischkonsument oder Veganer sein.
Macht euch mal den Spaß, Veganer darauf hinzuweisen, dass Gemüse Dünger braucht und diese in der biologischen Landwirtschaft gewöhnlich von Nutztieren stammen. Wahrscheinlich kommt dann die Behauptung, es gebe alternative Konzepte. Ja, Veganer wissen immer genau, was man tun kann, tun aber nichts. Die wenigsten Veganer ziehen praktische Konsequenzen aus ihren Lehren. Man träumt lieber untätig von einer besseren Welt.




Viel Information zum Thema Veganismus findet sich hier. Man sollte einfach mal den Veganern aufmerksam zuhören. Schon wird man erkennen, dass ihre Lehre gar nicht viel Substanz hat.
Die wenigsten Veganer ziehen praktische Konsequenzen aus ihrer Lehre, etwa aufs Land zu ziehen und nutztierunabhängig Nahrung zu erzeugen. Die meisten konsumieren in ihren Luxuswohnungen das, was die verhassten Nahrungsproduzenten erzeugen.
Was die Veganer grundsätzlich nicht wissen: Beim Anbau von Nahrungsmitteln fallen in der Regel Nebenerzeugnisse an, Pressrückstände, Ausschussgetreide usw., die man in der Tierhaltung verfüttert. Bei Veganern bliebe nichts anderes übrig, als all das zu verschwenden.
Wenn Veganer sich vom Sofa aus als Fürsprecher „der“ Tiere darstellen, ist das beleidigend für die Menschen, die im Alltag mit Tieren arbeiten und ihr ganzes Leben dem Tierwohl verschrieben haben und mit der Weidewirtschaft auch Schmetterlingen und Wildbienen Lebensräume bieten. Oft werden genau diese engagierten Tierfreunde noch von Veganern beschimpft. Damit verraten sie, dass sie keinen Wert auf Tierwohl legen.

Allgemein tritt der Veganismus unter allen Ernährungsreligionen am aggressivsten in Erscheinung. Die asozialsten Veganer beschimpfen gar die Nutztierhalter und behaupten, sie würden die Tiere „ausbeuten“. Der Veganismus ist heute ein wichtiges Mittel, um die Menschen zu spalten und Probleme zu erzeugen.
Da Veganer oft Argumente jenseits ihrer eigenen Persönlichkeit anführen und dazu immer Fakten, auch wissenschaftliche Erkenntnisse, verdrehen und immer die Komplexität der Welt auf ein einfaches dualistisches Gut-und-böse-Denken reduzieren, bedeuten diese Argumente immer einen Kampf gegen die Wissenschaftlichkeit. Und da die Argumente für den Veganismus oftmals voller logischer Widersprüche sind, bedeuten sie einen Kampf gegen das logische Denken.
Obwohl sich Veganer mit ihrer Ernährung bewusst aus der Gesellschaft ausgrenzen, erwarten etliche von ihnen, die Gesellschaft habe sie gefälligst zu integrieren. Wie soll man Menschen integrieren, die sich nicht selbst integrieren? Sind die Veganer immer nur Opfer? Ist die Gesellschaft schuld, wenn die Veganer nicht die Hochachtung bekommen, die sie glauben, mit ihrer verschwenderischen Lebensweise verdient zu haben?
Ja, ich habe selber ein vegetarisches Ego. Aber manchmal muss man sein Ego auch überwinden. Ich bin nicht allein in dieser Welt.






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