Soja

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Soja (Sojabohne; Glycine max; Synonym: Soja hispida; Fabaceae)

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Rohe Sojasamen

Die Soja ist ein einjähriges Kraut, seit dem 2. Jahrtausend v. u. Z. in China angebautm heute in großen Teilen der Erde in vielen Sorten angebaut. Die Wildform ist Glycine ussuriensis in China und Japan.

Genutzt werden die Samen als Nahrung für Menschen, die Pressrückstände für Nutztiere.

Inhaltsstoffe:

Proteine mit allen essenziellen Aminosäuren, Öl, Lecithin, Isoflavone, Calcium, Phosphor.

37% Proteine, 18% Fette, 11% Kohlenhydrate, 18% Ballaststoffe.

Gesundheitswert:

Soja ist nahrhaft.

Sie hat eine gewisse leberschützende Wirkung

Sie regt den Kreislauf an.

Möglicherweise schützt sie wegen des Calciums vor Osteoporose, das ist noch nicht gesichert.

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Ein Sojafeld

Zubereitungen:

Die gekochten Samen als Gemüse.

Sojagetränke, oft als Milchersatz angesehen.

Tofu: Gerinnungsprodukt eines Sojagetränkes mit einem Gerinnungsmittel.

Fermentierte Produkte, die viel Tradition in der Küche Ost- und Südostasiens haben (mit deren Herstellung ich keinerlei Erfahrung habe):

    • Miso: Paste aus Soja und Reis, fermentiert durch Koji und Saccharamoces rouxii; aus Japan und China.
    • Shoyu: Soße aus Soja und Weizen, fermentiert durch Koji und andere Mikroorganismen; aus Japan und China.
    • Tempeh: durch Rhizopus oligosporus fermentiertes festes Produkt aus fermentierter Soja; aus Indonesien.
    • Natto: Durch das Bakterium Bacillus subtilis fermentierte Soja; aus Japan.
    • Ketjap: durch Koji fermentierte Soja; von Java.

Das isolierte Lecithin als Nahrungsergänzungsmittel und Zusatzstoff in vielen verarbeiteten Produkten (z. B. Schokolade).

In der klinischen Medizin eine Emulsion des Öles zur intravenösen Ernährung, nicht für den Hausgebrauch.

Hauptsächlich die Rückstände bei der Lecithin- und Ölgewinnung (Sojaextraktionsschrot) werden an Schweine und Geflügel, seltener noch an Rindvieh verfüttert. Da dies v. a. bei Haltung in engen Ställen der Fall ist, unterstützt man mit dem Konsum von Sojaöl solche Haltungsformen.

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Brot mit Miso

Warnungen und Gegenanzeigen:

Die rohen Samen wirken hämagglutinant, d. h., sie sind giftig, man muss sie immer gut kochen.

Etliche Menschen sind allergisch gegen Soja.

Heutzutage ist viel Soja genmanipuliert, deshalb ist es ratsam, Soja aus biologischem Anbau zu wählen. Das gilt auch für verarbeitete Produkte mit Sojalecithin.

Ein Großteil der Soja stammt aus ökologisch desaströsen gigantischen Reinkulturen.

Es herrscht noch keine Einigkeit über die Wirkung der Soja im Körper, nach einigen Informationen ist Soja nicht gut verdaulich und hemmt die Calcium- und Eisenresorption; angeblich schädigt sie das Gehirn; wahrscheinlich sind die fermentierten Produkte besser als die unfermentierten.

Die Produkte des Rindviehs (insbesondere Kuhmilch und ihre Derivate), das mit Soja gefüttert wird, haben weniger Gesundheitswert als diejenigen von Weidevieh; es ist nicht empfehlenswert, Produkte von Kühen zu konsumieren, die mit Soja gefüttert worden sind.

Eine Nebenwirkung des Kaufes von Produkten mit Sojaöl oder Sojalecithin ist, dass die Überreste als Viehfutter dienen, d. h., der Kauf solcher Produkte fördert eine nicht tiergerechte Haltung.

Tofu Soja
Tofu in der Pfanne

Namen in anderen Sprachen:

(en.) soybean, soya bean, soy, soya, (pt.) soja, (span., fr.) soja, soya, (ru.) соя, (chin.) 大豆

Tempeh Soja
Tempeh

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