Raps (Brassica napus; Brassicaceae)

Der Raps ist eine ein- oder zweijährige Pflanze, vermutlich ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet, angebaut für sein Öl. Mancherorts ist er verwildert. Zur selben Art gehört die Steckrübe.
Eine ähnliche und manchmal mit dem Raps verwechselte Pflanze ist der Rübsen (Brassica rapa). Das Öl gewisser als Ölrübsen bezeichneter Sorten wird genauso genutzt und unterschiedslos als „Rapsöl“ oder „Rüböl“ bezeichnet.
Neben dem Rapsöl gibt es das Rapskernöl, das nach Entfernung der Samenschalen gewonnen wird. Die Reste von der Ölpressung werden als Viehfutter genutzt, v. a. für Rinder.
Die Pflanze wird bisweilen medizinisch genutzt. Und sie ist eine gute Bienenweide.
Der Anbau findet meist in großem Stil auf ausgedehnten Äckern statt und ist für die Selbstversorgung wenig interessant.
Der Name „Canola“ wird für eine genetisch modifizierte Sorte des Rapses genutzt, im englischen Sprachgebrauch aber auch für jeden Raps, um das Wort „rape“ zu vermeiden, das auch „Vergewaltigung“ heißt.
Genutzte Teile:
Samen, auch Blätter, Blüten und Wurzel.
Inhaltsstoffe:
Ganze Pflanze: Senfölglykoside, Schleime.
Samen: Öl mit einfach ungesättigten und Omega-3-Fettsäuren.
Wurzeln: Kohlenhydrate.
Blätter und Blüten: Beta-Carotin.

Gesundheitswert:
Die Samen sinde nahrhaft.
Die Wurzel wirkt harntreibend.
Zudem ist sie auswurffördernd und wird bei Asthma und Keuchhusten verwendet.
Lokal angewendet, wirkt sie wundheilend.
Rapshonig stärkt das Herz.
Zubereitungen:
Öl aus dem Samen (als Rapsöl oder Rapskernöl).
Blätter in Salaten.
Blütenstände vor der Blüte als Gemüse (ähnlich dem Brokkoli).
Gekochte Wurzel in Suppen.
Absud der Wurzel zur äußeren Anwendung.
Rapshonig.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Rapsöl kann Canolaöl sein, also aus genetisch veränderten Pflanzen.
Der Konsum von gehärteten Ölen (etwa in Margarine) ist nicht empfehlenswert.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) rape, (span., fr., it.) colza, (it.) ravizzone, (ru.) рапс




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