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Postelein (Kubaspinat; Claytonia perfoliata; Synonym: Montia perfoliata; Montiaceae)

Der Postelein ist ein Wintergemüse und hat einen ähnlichen saisonalen Rhythmus wie der Feldsalat. Man erntet die Blätter oft vor der Blüte, sodass die für das Artepitheton (und den deutschen Gattungsnamen „Tellerkraut“) namengebenden stängelumfassenden Hochblätter oft noch nicht vorhanden sind. Die Pflanze ist einjährig und selbstbestäubt.
Man isst Posteleinblätter bevorzugt roh als Salat. Sie sind reich an Vitamin C. Vorsicht ist angesagt wegen der Oxalsäure. Ähnlich wie bei Spinat und Rhabarber ist daher ein gemeinsamer Genuss mit Milchprodukten empfehlenswert (etwa Rahm oder Joghurt im Dressing).
Auch die Blüten sind essbar. Im älteren Stadium sind die Blätter eher gekocht als Gemüse genießbar.
Der Postelein stammt ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas. Der Namensbezug zu Kuba in manchen Sprachen bezieht sich auf den dortigen Anbau und die Einführung nach Europa von dort aus.
Er gehört zu den Tellerkräutern. Diese Gattung wurde früher mit dem Portulak zusammen in die Familie der Portulakgewächse (Portulacaceae) gestellt, wird aber nun aufgrund molekularbiologischer Forschungsergebnisse mit anderen Gattungen als Quellkrautgewächse (Montiaceae) ausgegliedert.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) miner’s lettuce, winter purslane, (span.) verdolaga de Cuba, (fr.) claytonia perfoliée, (it.) lattuga dei minatori, portulaca invernale
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