Gänsedistel

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Gänsedistel (Sonchus; Cichoriaceae)

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Kohl-Gänsedistel

Die Gänsedistel ist eine Planze mit mehreren Arten. Wir können sie ähnlich wie den Löwenzahn nutzen. Mancherorts wird sie mit diesem verwechselt, obwohl sie eigentlich ganz anders aussieht mit ihren hohen, verzweigten Stängeln.

Zu den Arten in Mitteleuropa gehören die Raue Gänsedistel (Sonchus asper) und die Kohl-Gänsedistel (Sonchus oleracea), von denen zum Essen am ehesten Letztere geeignet ist. Im Mittelmeergebiet ist die Zarte Gänsedistel (Sonchus tenerrimus) stellenweise häufig. Da manche Arten sehr bitter sind, mag man vorher ein kleines Stück probieren, um sicherzugehen, dass sie genießbar ist. Viele Arten gibt es auf den Kanarischen Inseln, darunter einige mit Rosetten, die weit über dem Boden sind.

Die Blätter können wir in Salate geben. Wir können einen Salat auch mit ein paar Zungenblüten schmücken (vielleicht nicht mit dem ganzen Köpfchen).

Die Stängel der Kohl-Gänsedistel sind auch ein gutes Gemüse, diejenigen vieler anderer Arten sind zu hart und zäh für den Genuss.

Auch für Tee ist die Pflanze nutzbar.

Für Geflügel ist sie gute Nahrung. So fressen Gänse sie gerne, und deswegen heißt sie so. Auch Schweine fressen sie gerne, daher der englische Name.

Sie enthält weißen Milchsaft, daher ihr Name in einigen Sprachen wie Französisch, der vom Wort für „Milch“ abgeleitet ist. Dieser Milchsaft wurde früher medizinisch genutzt.

Geschichte:

In vergangenen Zeiten war diese Pflanze als Heilpflanze geschätzt. Im 18. Jahrhundert verlor sie ihre Wertschätzung wegen des Aufkommens synthetischer Drogen. Heute ist sie eine wenig bekannte Pflanze, die selbst an Orten, wo sie häufig ist, wenig Beachtung findet.

Sonchus-asper Gänsedistel
Raue Gänsedistel

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Inulin.

Gesundheitswert:

Die Gänsedistel fördert die Verdauung, wegen des Inulins ist sie präbiotisch.

Mit ihrer Bitterkeit regt sie den Appetit an.

Sie wirkt harntreibend und abführend.

Sie hat zudem eine gewisse antibiotische Wirkung.

Der Milchsaft wirkt tonisierend auf die Leber.

Äußerlich verwendet man ihn bei eitrigen Hautinfektionen.

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Zarte Gänsedistel

Zubereitungen:

Rohe Blätter im Salat.

Gekochte Blätter (im Fall der Kohl-Gänsedistel auch Stiele) als Gemüse.

Tee aus Blättern und/oder Wurzeln.

Breiumschläge aus zerstoßenen Blättern.

Getränk aus den gerösteten und gemahlenen Wurzeln, mit kochendem Wasser aufgegossen, ähnlich dem Kaffee (wie Zichorienabsud).

Verdünnter Milchsaft als Getränk.

Namen in anderen Sprachen:

(en.) sowthistle, (pt.) serralha, (span.) cerraja, (fr.) laiteron, (it.) grespino, (ru.) осот

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