Mangold

Lebewesen > Pflanzen > Mangold

Mangold (Beta vulgaris var. cicla; Amaranthaceae)

Acelga-1 Mangold
Mangold im Garten

Mangold ist eine Kulturform des Wilden Mangolds (Beta maritima). Von derselben mediterranen Wildpflanze stammen Rote Beete, Futterrübe und Zuckerrübe ab (Achtung, falscher Freund: im Englischen heißt die Futterrübe „mangold“).

Wir können ihn wegen seiner Blätter und Stiele anbauen, die als Gemüse gegessen werden. Man unterscheidet bei den Sorten Blatt- und Stielmangold.

Auch die Wildpflanze kann man essen, nur sind ihre Blätter kleiner.

In der Medizin wird er auch äußerlich angewendet.

Inhaltsstoffe:

Ballaststoffe, Saccharose, Eisen, Calcium, Beta-Carotin (Provitamin A), Vitamin K.

Gesundheitswert:

Mangold ist etwas harntreibend.

Er stärkt das Immunsystem.

Er ist oxidationshemmend.

Acelga-asilvestrada Mangold
Verwilderter Kulturmangold am Wegrand

Er unterstützt die Fettverdauung und schützt die Leber.

Mit dem Gehalt an Vitamin K und Calcium ist Mangold gut für den Knochenaufbau.

Der Saft wurde in alten Zeiten in die Nase getan gegen Kopfschmerzen.

Ein Absud wird zur Haarwäsche und gegen Schuppen verwendet.

In äußerer Anwendung ist der Mangold erweichend, gegen Geschwüre, Wunden und Hämorrhoiden.

Zubereitungen:

Viele Gerichte mit den Blättern, meist gekocht, zum Beispiel mit Käsesoße, oft auch mit Fleisch (etwa die in Graubünden üblichen Mangoldwickel).

Gelegentlich rohe Blätter im Salat.

Saft der Blätter zur medizinischen Nutzung.

Acelgas Mangold
Kulturmangold kann verschiedene Farben haben

Absud zur äußerlichen Anwendung: 50 g Blätter und Wurzeln in 1 l Wasser kochen lassen.

Umschläge aus den Blättern.

Anbau:

Mangold ist ein Starkzehrer, braucht also reichlich Dünger, das kann vorm Pflanzen Kompost oder verrotteter Mist sein, danach kann man bei Bedarf alle 4 Wochen Brennnesseljauche geben.

Mindestens 30 cm Abstand zwischen den Pflanzen, um Mehltaubefall zu vermeiden.

Nicht auf einen Acker säen oder pflanzen, der im Vorjahr schon Amaranthgewächse hatte. Feldsalat kann Vorfrucht sein. Zur Mischkultur werden Bohnen und Mohrrüben empfohlen.

Gegenanzeigen und Warnungen:

Ein exzessiver Konsum von Mangold kann Magenschmerzen verursachen.

Wegen des Gehaltes an Oxalsäure ist Mäßigung bzw. gemeinsamer Genuss mit calciumreichen Produkten wie Käse anzuraten.

Beta-maritima-3 Mangold
Wilder Mangold am Strand

Namen in anderen Sprachen:

(en.) chard, (pt.) beterraba branca, (span.) acelga, (fr.) blette, bette, jotte, (surselv.) urteis, (it.) bietola, (ru.) мангольд, (lat.) BETA

Share this content: