Mazerat

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Mazerat aus Bärentraubenblättern

Die Mazeration ist ein Verfahren, wasserlösliche Wirkstoffe aus den Pflanzen herauszuziehen, das erlaubt, dass kein Wirkstoff durch Hitze verloren geht. Das ist besonders wichtig bei Pflanzen mit hitzeempfindlichen Vitaminen oder Enzymen.

Ein anderer Grund, ein kaltes Mazerat einem Tee oder einem Absud vorzuziehen, kann sein, dass ein Inhaltsstoff, der durch Hitze in die Flüssigkeit übergeht, unerwünscht ist. Das gilt etwa bei Pflanzen mit vielen Gerbstoffen wie der Bärentraube.

Man zerkleinert die Pflanzen und gibt sie in ein Glas- oder Porzellangefäß. Man gibt kaltes Wasser als Lösungsmittel hinzu und lässt das Ganze 6-12 Stunden ruhen, bei harten Teilen auch 18 Stunden oder mehr. Dann seiht man das Mazerat ab.

Mazerationen in anderen Flüssigkeiten als bloßem Wasser dauern in der Regel bedeutend länger, bis zu mehreren Wochen. Man bereitet Mazerate mit Wein – je nach Pflanze Weiß- oder Rotwein (z. B. beim Wiesensalbei in Rotwein zum inneren Gebrauch und in Weißwein zum äußeren Gebrauch). Auch Mazerate in Alkohol (auch zur Bereitung von Likör) oder Essig macht man. Eine besondere Zubereitung ist das Ölmazerat.

Mazerate werden auch im Gemüsebau angewendet als Fungizide und zur Anregung der Pflanzen. Oft nennt man sie Jauchen, wenn sie mehrere Tage mazerieren, wie die Brennnesseljauche. Außer der Brennnessel nimmt man z. B. Zinnkraut, Knoblauch und Kapuzinerkresse.

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