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Korbblütler (Asterales, Compositae)

Die Korbblütler sind eine Ordnung mit zwei Familien: Asteraceae und Cichoriaceae. Viele Systematiker fassen sie als eine Familie Asteraceae zusammen, die aus den Unterfamilien Asteroideae (Tubuliflorae) und Cichorioideae (Liguliflorae) besteht.
Gemeinsam ist beiden Sippen, dass eine Blume aus vielen Blüten in einem Blütenkorb besteht. Der Korb ist von Hochblättern umgeben, dem Involukrum. Laien halten den Blütenkorb gerne für eine Einzelblüte, wobei das Involukrum an einen Kelch erinnert.
Ein Zug der Korbblütler (und der verwandten Glockenblumengewächse) ist, dass sie keine Stärke haben, sondern ihr Reservepolysaccharid Inulin ist. Da dieses aus Fructose zusammengestzt ist, müssen Diabetiker es nicht mitrechnen. Inulin hat außerdem präbiotische Wirkung, d. h., es fördert die erwünschten Bakterien im Darm. Es gibt einige Pflanzen mit starker galletreibender Wirkung und mit starker Leberschutzwirkung. Zu den Cichoriaceae gehören die wichtigsten Salatpflanzen.

Unterschiede bestehen in den Blüten: Die Asteraceae haben fünfzipfelige Röhrenblüten, die bei näherer Betrachtung an die Blüten der verwandten Glockenblumen erinnern. Bei manchen Arten ist eine Scheibe aus Röhrenblüten von einem Kranz aus Zungenblüten umgeben, bei denen jeweils drei der miteinander verwachsenen Kronblätter eine Zunge bilden. Die Cichoriaceae haben dagegen nur Zungenblüten, bei denen alle fünf Kronblätter einer Blüte die Zunge bilden.
Unter den Asteraceae gibt es potente Giftpflanzen, während man bei den Cichoriaceae nicht so vorsichtig sein muss.
Asteraceae:
- Arnika
- Artischocke
- Beifuß
- Greiskraut
- Huflattich
- Kamille
- Mariendistel
- Purpursonnenhut
- Rainfarn
- Ringelblume
- Schafgarbe
- Sonnenblume
- Stevia
- Wilde Artischocke
Cichoriaceae:
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